Fluke 6500-2 Geräteprüfung VDE 702/702
multimeter fluke
FLUKE 1664 Isolationmessgerät VDE 0100-600 RCD, Schleifenwiderstand prüfen

Was wird bei der DGUV V3/BGV A3 Prüfung geprüft?

Bei der DGUV V3/BGV A3 Prüfung werden “ortsfeste elektrische Betriebsmittel” und “ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel” einer regelmäßigen Prüfung durch Fachpersonal unterzogen. “Ortsfeste elektrische Betriebsmittel” sind solche, die fest angebracht oder nur schwer zu bewegen sind. Zu den ortsfesten elektrischen Betriebsmitteln zählen auch solche, die nur vorübergehend fest angebracht wurden und über bewegliche Anschlussleitungen betrieben werden. Bei “ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmitteln” handelt es sich um elektrische Geräte, die man während des Betriebes bewegen und einfach von einem Ort zu einem anderen verbringen kann, wenn sie an den Versorgungsstromkreis angeschlossen sind. Zu den ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmitteln zählen beispielweise Scanner, Drucker, Computer, Kaffeemaschinen, Verlängerungskabel, Papierschredder, Kopiergeräte, elektrische Werkzeugmaschinen, Lötgeräte, Schwingschleifer, Handbohrmaschinen, Sprühpistolen, Ständerbohrmaschinen, Trennjäger, Elektotacker oder Handschweißgeräte. Von diesen elektrischen Geräten kann eine potentielle Gefahr ausgehen, wenn keine regelmäßige  DGUV V3/BGV A3 Prüfung erfolgt.


Wie erfolgt die DGUV V3/BGV A3 Prüfung?

Alle Maßnahmen im Rahmen werden mit regelmäßig kallibrierten und speziellen Messeinrichtungen durchgeführt. Elektrische Betriebsmittel werden nach einem festgelegten Prüfungsschema geprüft. Im ersten Schritt erfolgt die Sichtprüfung. Hierbei wird festgestellt, ob an dem zu prüfenden elektrischen Gerät äußere sicherheitsrelevante Mängel vorliegen. 

Bei der Sichtprüfung wird:

•der Zustand der Isolierungen geprüft 
•der Biegeschutz und die Zuglast der Anschlussleitungen geprüft

Im zweiten Schritt der DGUV V3/BGV A3 Prüfung erfolgt die Messung. Diese ist abhängig von dem jeweiligen Prüflingstyp sowie der Schutzklassenzuordnung. Es werden die nachstehenden Messungen durchgeführt:

•Messung des Schutzleiterwiderstandes 
•Messung des Isolationswiderstandes
•Messung des Berührungsstroms und ErsatzableitstromsMessung des Differenz- bzw. Schutzleiterstroms

Im dritten Schritt werden die jeweiligen elektrischen Geräte auf ihre einwandfreie Funktion hin überprüft. Erst, wenn das jeweilige elektrische Gerät vollumfänglich ordnungsgemäß funktioniert, erhält das Gerät eine Prüfplakette im Rahmen der DGUV V3/BGV A3 Prüfung. Im letzten Schritt erfolgt die Dokumentation, die auch als Prüfbericht bezeichnet wird. Alle elektrischen Geräte in einem Betrieb müssen mit Nummern versehen aufgelistet sein. Die Dokumentation muss in schriftlicher Form erfolgen und die einzelnen Geräte aufführen. Zudem muss der Prüfbericht den Namen des Prüfers enthalten und mit einer Unterschrift versehen sein sowie den Termin für die nächste DGUV V3/BGV A3 Prüfung enthalten. Die DGUV V3/BGV A3 Prüfung sorgt dafür, dass elektrische Anlagen und Betriebsmittel von einer Elektrofachkraft errichtet, geändert, instandgehalten oder betrieben werden. Vor der ersten Inbetriebnahme muss das elektrische Betriebsmittel einer DGUV V3/BGV A3 Prüfung unterzogen werden. Ausnahmen bilden Geräte, bei denen der Hersteller das Aufstellen und die erste Inbetriebnahme übernimmt.


Wie oft muss die DGUV V3/BGV A3 Prüfung erfolgen?

Bei ortsfesten elektrischen Betriebsmitteln muss die Prüfung vor der ersten Inbetriebnahme erfolgen. Auch wenn eine Änderung oder eine Instandsetzung erfolgt ist, muss vor der erneuten Inbetriebnahme eine befähigte Person die DGUV V3/BGV A3 Prüfung durchführen. Prüffristen sind anhand einer Gefährdungsbeurteilung für die Wiederholungsprüfung zu ermitteln. Als Richtwert der DGUV V3 gilt eine Prüffrist von sechs Monaten. Befinden sich die elektrischen ortsfesten Betriebsmittel auf einer Baustelle, so kann die Prüffrist auf drei Monate reduziert werden. Wird bei der DGUV V3/BGV A3 Prüfung eine Fehlerquote unter 2 % Prozent attestiert, so kann die Prüffrist verlängert werden. Prüffristen der DGUV V3/BGV A3 Prüfung:

•1 Jahr in Fertigungsstätten, auf Baustellen oder Werkstätten
•2 Jahre in Büroräumen oder unter ähnlichen Bedingungen

Diese Richtwerte sind zwar nicht für die Gefährdungsbeurteilung vorgeschrieben, dienen aber als guter Ausgangspunkt für die Häufigkeit.